Greenpeace macht Schule

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Die Greenpeace Siegen Gruppe setzt sich ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen. Zu den „Feel-good-days“ am 4. Juli 2018 konnten wir unsere Motivation und Aktivitäten den Schülern der 8. und 9. Klasse an der Realschule am Oberen Schloß vorstellen. In drei umfangreichen Vorträgen haben wir aktuelle Themen wie die Energiewende, die Agrarwende und den Plastikmüll aufgegriffen und unter verschiedenen Fragestellungen bearbeiten lassen. Ihre Arbeitsergebnisse haben die Schüler anschließend am Tag der offenen Tür an unserem Greenpeace-Stand ausgestellt.

Energiewende

Nachdem der Atomausstieg in Deutschland für 2022 politisch besiegelt ist, gilt es nun auch weitere fossile Energieträger wie Kohle und Erdöl/Erdgas durch regenerative Energien zu ersetzen. Die Verbrennung von Ressourcen, die sich über Jahrtausende in der Erde angelagert haben, und damit die Freisetzung von CO2 und anderen Schadstoffen, kann unsere Erde nicht ausgleichen und führt zu unumkehrbaren Veränderungen des Weltklimas. Als technisch hoch-entwickeltes Land spielt Deutschland eine wichtige Vorreiterrolle bei der Nutzung nachhaltiger Energiequellen wie Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Erdwärme und Biomasse.

Agrarwende

Die derzeitige Landwirtschaft ist geprägt durch Massentierhaltung, Überdüngung und ein Konsumverhalten, dass uns zu jeder Jahreszeit rote Erdbeeren und Mangos in Deutschland ermöglicht. Dieser Raubbau der Natur ist langfristig nicht tragbar und muss dringend nachhaltiger gestaltet werden. Wir beeinflussen durch unsere Nachfrage, welche Lebensmittel in welchen Mengen hergestellt werden. Die Einführung deutschland- und europaweiter Ökosiegel, sowie die Herkunfts-Kennzeichnung von Fleisch und Eiern hilft uns Verbrauchern bewusster einzukaufen. Mit dem Verzehr saisonaler und regionaler Produkte, sowie einer fleischarmen Ernährung kann jeder einen kleinen Beitrag zur Agrarwende leisten.

Plastikmüll

Was passiert eigentlich mit unserem Plastikmüll?

Der überwiegende Anteil (50%) wird verbrannt und setzt dabei CO2 und eine Menge von Schadstoffen frei. Ein Viertel wird recycelt. Für diesen energetisch sehr aufwendigen Prozess kommen aber nur sortenreine Kunststoffe wie z.B. PET-Flaschen in Frage. Verbundstoffe wie Tetrapaks und Joghurtbecher mit Deckel oder welche aus unterschiedlichen Kunststoffen können gar nicht wiederverwertet werden. Der Grüne Punkt kann gegen eine Lizenzgebühr auf verschiedenste Verpackungen und damit in den gelben Sack gelangen. Die Unternehmen zahlen damit schon einen Teil der Verwertungskosten, garantieren aber noch lange nicht den Einsatz von nachhaltigen oder Ressourcen-schonenden Materialien. Das letzte Viertel unseres Plastikmülls wurde bisher nach China exportiert, doch damit ist seit Anfang 2018 für China Schluss.

Der weltweite Plastikmüll landet ob gewollt oder ungewollt doch zu großen Teilen in der Landschaft. Auf den Feldern, in den Wäldern, am Wegrand, in Flüssen und Seen und schließlich oft im Meer. Überall stellt er eine Gefahr für Tiere dar, die sich im Plastik verheddern oder diese Teile mit Nahrung verwechseln. Das weltweite Ökosystem ist nicht auf die künstliche erzeugte Langlebigkeit des Plastik nicht ausgelegt und so dauert es je nach Material 20-500 Jahre bis sich das Plastik in kleine Teilchen zersetzt hat. Bis dahin sammelt sich das Plastik an Stränden (Hawaii, Indien, Indunesien) und in Meeresströmungen (Great Pacific garbage patch). Doch selbst diese Mirkoplastik-Partikel verschwinden nicht einfach und gelangen über Plankton und Fische wieder in unsere Nahrungskette.

Jeder von uns kann durch ...

  • den Kauf plastikfreier Waren (Textilien, Möbel, Spielzeug, Nutzgegenstände wie Besteck und Zahnbürsten),
  • den Verzicht auf Kunststoffverpackungen (z.B. Einkäufe auf dem Wochenmarkt oder in Unverpackt Läden) und
  • das ordnungsgemäße Entsorgen des Plastikmülls

... dazu beitragen, dass nicht mehr so viel Plastik in unserer Umwelt landet.

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